Trick statt Treat: Pullachs Damen holen gegen Tabellenführer keinen Sieg

Trick statt Treat: Pullachs Damen holen gegen Tabellenführer keinen Sieg
Am Samstag wartete im zweiten Heimspiel der Saison mit der HSG Würm-Mitte II der bisher stärkste Gegner auf die Damen des SV Pullach Handball. Lieferten sich beide Mannschaften in der ersten Halbzeit eine turbulente Partie, mussten sich die Gastgeberinnen in der zweiten Hälfte relativ schnell geschlagen geben. Am Ende reichte es nur für ein 31:21.
Der 31. Oktober war in diesem Jahr ein veranstaltungsreicher: Neben Halloween, der Gen-Z-Demo und dem Möchtegern-Klassiker fand das eigentliche Highlight des Tages mit dem Topspiel der Bezirksliga Ost in der Pullacher IsArena statt. Am großen ersten Heimspieltag der Saison trafen die beiden bisher ungeschlagenen Mannschaften, der SV Pullach und die HSG Würm-Mitte II, aufeinander.
Der Start in die Partie glich auf Pullacher Seite allerdings eher einer Horror-Show: Die Abwehr wirkte gegen die gut eingespielten HSG-Spielerinnen überfordert, sodass diese direkt mit 2:0 in Führung gingen. Den ersten Schocker hatte die Pullach-Defensive nach fünf Minuten verdaut und fand zu ihrer gewohnten Stärke zurück. Im Angriff blieb es weiter gruselig. Fehlwürfe, Fehlpässe und individuelle Fehler sorgten schnell für einen Vier-Tore-Rückstand der Hausherrinnen. Das Spiel glich einer Schlacht, in der sich die Isartalerinnen wacker schlugen, um mitzuhalten. Positiv verlief hingegen das Debüt von Jungtorhüterin Diana Pavon Mayo, die sich in ihrem ersten Damenspiel mit einigen schönen Paraden belohnte. Magisch wurde es dann doch noch kurz vor dem Halbzeitpfiff, als Anna Opacak den Ball mit einem Hammer-Innenlattenknaller zum 10:16-Halbzeitstand ins Tor beförderte.
Für musikalische Begleitung in der Kabine sorgte während der Pause die dröhnende Partymusik der Herrengegner. Zum Feiern war den SVP-Damen allerdings ganz und gar nicht zumute. Auch die Trainer Christian Steidl und Sebastian Isemann zeigten sich sauer statt süß. „Es ist wie verhext, ihr macht genau das, was ihr eigentlich nicht machen solltet. Ihr spürt die im Angriff und die spüren uns ab jetzt!“, versuchte Steidl, seine Mannschaft aufzurütteln. „Heute ist Halloween und nicht Gegenteilstag“, ergänzte Isemann.
Katrin Wagner machte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit mit ähnlich viel Nachdruck ans Werk wie Kinder an einer gut gefüllten Halloween-Schüssel und setzte die Ansage, den Gegner spüren zu lassen, dabei etwas zu konsequent um.. Doch ob Unterzahl oder Gleichzahl machte an diesem Tag keinen Unterschied mehr, denn die Gäste sorgten mit einem Gegentor-Schocker nach dem anderen für einen kalten Schauer bei den Isartalerinnen. Lediglich durch zauberhafte Einzelaktionen, insbesondere von Jugendspielerin Julie Wiedemann, wuchs der Rückstand nicht weiter an. Dass es dabei wirklich bis zum Schlusspfiff blieb, war Rückkehrerin Nici Untch zu verdanken, die kurz vor Spielende einen Siebenmeter erfolgreich verwandelte.
Ein Spiel zum Vergessen und das sollte gelingen, denn die ein oder andere Spielerin dürfte damit bereits aus vergangenen Halloween-Nächten vertraut sein. Jetzt heißt es, die spielfreien Wochen zu nutzen und die alten Stärken wiederzufinden, um im nächsten Spiel gegen den TuS Fürstenfeldbruck am Samstag, 14.11. um 16:30 Uhr, wieder zwei Punkte einzufahren.
Es spielten: Katharina Appelt, Diana Pavon Mayo (beide Tor), Julie Wiedemann (5), Anna Opacak (4), Lena Kanis (4), Katrin Wagner (4), Nici Untch (3/2), Marie Kurschewitz (1), Evi Nowotny, Antonella Pommella, Teresa Mangold, Antonia Koppermann.