SVP-Damen gelingt kleiner Befreiungsschlag gegen direkten Tabellenkonkurrenten

SVP-Damen gelingt kleiner Befreiungsschlag gegen
direkten Tabellenkonkurrenten
Trotz guter Leistungen schafften es die Damen des SV Pullach Handball in den vergangenen Monaten nicht immer, die entscheidenden Punkte einzufahren. Nach einem Auf und Ab am letzten Wochenende machten die Isartalerinnen mit einem eindrucksvollen Sieg und einer herausragenden Abwehr gegen den TSV Landsberg an diesem Wochenende nun deutlich, dass sie in die BOL gehören.
Ob der flaue Magen von einigen Spielerinnen vor dem Spiel auf Nervosität oder die Nachwirkungen des Ottobeuren-Spiels zurückzuführen waren, lässt sich nicht mehr vollständig rekonstruieren. Dass die Mannschaft von Interimscoach Fabian Esterl-Gross sich von Niederlagen nicht unterkriegen lässt, das steht zumindest fest und zeigte das Auswärtsspiel der Pullacher Damen am Samstagabend. Zudem befand sich Trainer Esterl-Gross in der glücklichen Situation, aus den Vollen des Kaders schöpfen zu können, da fast jede Position an diesem Spieltag doppelt und gleichwertig besetzt war.
Dementsprechend überzeugend starteten die Gäste aus dem Isartal in die Partie. Zwar gelang den Hausherrinnen der erste Treffer, doch bereits in der vierten Minute holten sich die Pullacherinnen die Führung zum 2:3 – und sollten diese im weiteren Spielverlauf auch nicht mehr hergeben. Die gute Leistung war besonders der Defensive zu verdanken, die an diesem Tag wie eine Mauer zwischen den Landsbergerinnen und dem Tor stand. Im Angriff spielten sich die SVP-Damen wie bereits in der Vergangenheit schöne Torchancen heraus, doch wieder einmal konnten sie diese zu selten im Tor des Gegners versenken. Dadurch fiel es zunächst schwer, sich einen komfortablen Vorsprung zu erarbeiten, sodass es nur für einen knappen Zwischenstand von 7:11 reichte.
In der Halbzeitansprache konnte Trainer Esterl-Gross seine Begeisterung über die überragende Abwehrarbeit in Hälfte eins nicht zurückhalten. „Das ist die beste Defensive, die ihr bisher diese Saison spielt, Mädels. Macht jetzt genau weiter so! Es steht absolut außer Frage, dass wir hier heute zwei Punkte mitnehmen“, heizte er der Mannschaft ein.
Dies ließen sich die Pullacherinnen nicht zweimal sagen. Im Angriff spielten die Gäste ruhig bis zur klaren Torchance. Nun gelang es auch öfter, den Ball im Tor einzunetzen und sich dadurch weiter abzusetzen. Selbst von einer zwischenzeitlichen Manndeckung der heimischen Abwehr ließen sich die SVP-Damen nicht beirren, blieben ruhig und spielten weiter routiniert. Spätestens beim 8:16 in der 40. Minute war klar, dass der Sieg zu keiner Zeit mehr in Gefahr schien – trotz der hohen Anzahl von Zwei-Minuten-Strafen auf Pullachs Seite. Denn heute zeigte sich vor allem in Hälfte zwei, welchen Siegeswillen die Mannschaft besitzt, den sie am Ende mit einem klaren 18:28-Sieg belohnen konnte.
Auf den Lorbeeren ausruhen können sich die Isartalerinnen jedoch nicht lange. Gegen den TV Waltenhofen steht am nächsten Samstag, 24.1. um 19:30 Uhr, bereits das nächste wichtige Spiel an. Gegen den Tabellenvorletzten gilt es zu punkten, um sich weiter vom Tabellenkeller zu verabschieden.
Es spielten: Sandra Jocham (Tor), Anna Opacak (6/1), Antonia Koppermann (6/3), Lena Kanis (3), Marie Kurschewitz (3), Katrin Wagner (3), Laura Horak (2), Julie Wiedmann (2), Lucie Schimetat (2), Sibylle Block (1), Teresa Mangold, Nici Untch.