So schnell ist keiner irgendwo – speedy-bi speedy-bo, die schnellste Maus von Mexico 🐭⚡

41:14-Heimsieg für den SV Pullach gegen Schwabing
Sonntagmorgen. 08:50 Uhr. Alle Spielerinnen mehr oder weniger pünktlich in der Halle. Während andere Menschen um diese Uhrzeit noch mit dem Wecker diskutieren, ihren Kaffee zärtlich streicheln oder verzweifelt den Autoschlüssel suchen, der definitiv genau da lag, hatte Pullach bereits den Spielmodus aktiviert – zumindest körperlich. Trainer Basti Isemann erkannte die Lage sofort und griff zur einzig logischen Maßnahme: zwei Kaffees auf Kosten der Halle – dazu augenzwinkernd das legendäre „Gewinnerfrühstück“ mit zwei rein metaphorischen Sieger-Kippen (symbolisch natürlich 😉). Pädagogisch wertvoll, taktisch brillant.
Von Beginn an war klar, wohin die Reise geht. Pullach drückte aufs Tempo wie die Maus aus Mexiko auf der Überholspur, Schwabing kam kaum hinterher und sah Pullach an diesem Morgen fast ausschließlich von hinten. 21:8 zur Halbzeit – ein Statement, ein Ausrufezeichen und ein sehr bestimmtes „Jetzt sind wir wach“.
Die Abwehr stand über weite Strecken richtig gut, kompakt und aufmerksam. Einzig der Kreis ging zwischendurch verloren – wie ein Autoschlüssel morgens, der plötzlich weg ist und fünf Minuten später doch in der Jackentasche steckt. Das führte kurz zu kleineren Schwierigkeiten, wurde aber schnell behoben: viel Abwehrarbeit, viele Gegenstöße, gefühlt mehr Sprintmeter als im gesamten Wochenpensum.
Dann folgte die Pullacher Torlawine: Anna Opacak zeigte mit 11 Toren, was für eine unfassbare Leistung sie abrief – sie sammelte so viele Kilometer, dass man kurz überlegte, ihr statt eines Spielerpasses einen Marathonstartplatz zu geben. Julie Wiedemann steuerte 9 Treffer bei und darf traditionsgemäß einen Kasten für das 40. Tor spendieren – Frühspiel hin oder her, Regeln gelten immer. Lilith Heins brachte regelmäßig richtig Bumbs in die Bude. Lena Horak bewachte das Tor wie die Pullacher Mauer – Zutritt streng verboten. Toni Huber ging rechts vorbei, links vorbei oder einfach gerade durch die Mitte, ohne Umwege, ohne Diskussion. Amelie Laar trotz beinahe vollständiger Einbandagierung völlig unbeeindruckt und pfefferte die Tore rein, als wäre Tape ein Leistungsturbo. Sara Stuke war so schnell unterwegs, dass die Gegnerinnen nur noch ihre blonde Lockenpracht im Rückspiegel sahen – Maus von Mexiko lässt grüßen. Nele Bischoff flog elfenhaft über den Kreis, leichtfüßig und gnadenlos effektiv. Sophia Dorn ließ als Youngster absolut keinen Platz für Kritik. Und Teresa Mangold stellte Sperren so breit, dass die Spielfeldbreite gefühlt gleich mitwuchs.
Endstand: 41:14.
Ein absolut verdienter Sieg, ein fixer Start in den Tag – und der Beweis, dass man auch ohne Autoschlüssel, mit Hallenkaffee und im Frühmodus hervorragend Handball spielen kann. 🖤💛
Es spielten:
Mangold Teresa(1), Dorn Sophia(3), Bischof Nele(1), Stuke Sara(5), Laar Amelie(2), Wiedemann Julie(9), Horak Lena (Tor), Opacak Anna (11)
Geschrieben: Julie Wiedemann