Zum Frühlingsbeginn ist bei den SVP-Damen trotz Abstieg und Mini-Kader die Mannschaftsstimmung nicht dahin

Zum Frühlingsbeginn ist bei den SVP-Damen trotz Abstieg und Mini-Kader die Mannschaftsstimmung nicht dahin
Die Verletzungsmisere bei den Damen des SV Pullach nimmt kein Ende, und so reiste die Mannschaft mit mageren neun Spielerinnen nach Marktoberdorf. Trotz bereits feststehenden Abstiegs präsentierten sich die Isartalerinnen im Gegensatz zu den Spielerinnen und Zuschauern der SG Biessenhofen-Marktoberdorf sportlich und kämpferisch bis zum Schluss. Unter diesen Voraussetzungen reichte es am Ende jedoch nicht für mehr als ein 34:22-Endergebnis.
Im Saisonendspurt haben die Damen des SV Pullach Handball weiterhin mit vielen verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen. Zum vorletzten Spiel gegen die SG Biessenhofen-Marktoberdorf fehlten der Mannschaft weitere Spielerinnen, was auch die Rückkehr von Rückraumschützin Katrin Wagner nicht kompensieren konnte. Doch wo Schatten ist, da ist auch Licht: So reichten den Isartalerinnen zwei Autos für die lange Fahrt ins Allgäu, nicht ganz nachteilig bei den aktuellen Spritpreisen.
Die Gäste aus Pullach starteten ohne ihre angeschlagene Stammkeeperin Sandra Jocham und mit einer ungewohnten Formation aufgrund der eingeschränkten Kadersituation in die Partie. Dementsprechend brauchte die Mannschaft einen Moment länger, um sich zu finden. Dies nutzten die Hausherrinnen gnadenlos aus, um sich eine schnelle 4:0-Führung bis zur 5. Minute aufzubauen. Pullach agierte im Rückzugsverhalten zu langsam, doch als sich der Abwehrverbund sortiert hatte, konnte die Pullacher Abwehr die Angriffe der Marktoberdorferinnen weitestgehend unterbinden oder zu Würfen aus der zweiten Reihe zwingen, die dann häufig über dem Tor oder an Pfosten oder an der Latte landeten. Im Angriff hakte es jedoch noch: Erspielten sich die Isartalerinnen eine gute Wurfchance, scheiterten sie vielfach an der starken Heimtorhüterin. Ein Team-Time-out der Gäste in der 14. Minute brachte dann die Wende: Spieler-/Interims-Trainerin Samantha Esterls Umstellung auf zwei Kreisspielerinnen war von Erfolg gekrönt und verhalf den Isartalerinnen zur Verkürzung des Rückstands auf 14:8 zur Halbzeit.
„Ist euch eigentlich bewusst, dass das Ergebnis gar nicht so schlecht ist?“, richtete Esterl in der Pause das Wort an ihre Mannschaft. „Wir hatten bisher richtig Glück und vielleicht geht es ja weiter so. Lasst uns einfach Spaß haben, unser Bestes geben und vielleicht klappt es ja sogar mit einem Punkt“, motivierte die 7-Meter-Schützin ihre Teamkolleginnen.
Beflügelt durch die Worte zeigten die Pullacherinnen direkt nach Wiederanpfiff ihre beste Leistung der Partie. Diese Aufholjagd, in der die Gäste sogar bis auf drei Tore (15:12, 35. Minute) herankamen, wurde allerdings schneller als erhofft durch ein unnötiges Foul im Gegenstoß an Laura Horak beendet. Zwar konnte die Spielerin nach kurzer Pause ihre Mannschaft weiterhin unterstützen, doch ein Punktgewinn rückte ab diesem Zeitpunkt für die SVP-Damen in weite Ferne. Umso verwunderlicher war das Verhalten der Marktoberdorfer, sowohl auf dem Spielfeld als auch auf der Tribüne: Trotz Aufforderung durch den Schiedsrichter verweigerten Spielerinnen eine Entschuldigung und auch das Publikum zeigte sich mit Buhrufen und Beleidigungen gegenüber der Gastmannschaft nicht von seiner besten Seite. Diese Unsportlichkeiten ließen das doch deutliche 34:22-Endergebnis in den Hintergrund rücken und sorgten dafür, dass der Teamgeist und der Mannschaftszusammenhalt der Isartalerinnen trotz erneuter Niederlage und dem bevorstehenden Abstieg weiter gestärkt wurde.
Im letzten Spiel geht es für die Pullacherinnen um einen versöhnlichen Abschluss der Saison. Spaß haben und fairen Handball spielen lautet daher das Motto gegen den SC Weßling am Samstag, den 28.3. um 17:45 Uhr in der IsArena.
Es spielten: Sandra Jocham, Lena Horak (beide Tor), Samantha Esterl (6/6), Katrin Wagner (5), Laura Horak (3), Lena Kanis (3), Teresa Mangold (2), Franziska Kilchert (2), Antonella Pommella (1), Nici Untch (1).