Zu später Stund holen SVP-Damen keinen Punkt

Zu später Stund holen SVP-Damen keinen Punkt
Am Samstagabend zur Prime-Time um 19:30 Uhr mussten die Damen des SV Pullach Handball gegen den Tabellennachbarn TV Waltenhofen ran. In einem offenen Schlagabtausch gegen schnelle Gegnerinnen aus dem Allgäu reichten die Kräfte der Isartalerinnen am Ende nicht aus, um wichtige Punkte mitzunehmen.
Weiterhin läuft es bei den Damen des SV Pullach nicht rund: Nach einer durchwachsenen Trainingswoche, musste die Mannschaft zwei kurzfristige Ausfälle der beiden nominellen Mittespielerinnen Marie Kurschewitz und Sibylle Block verkraften. Zudem grüßten zwei alte Bekannte von der Seitenlinie. Die Interims-Interimstrainer Christian Danner und Manuel Hattenberger sollten die Isartalerinnen am Samstagabend zum Sieg führen.
Glücklicherweise verfügen die SVP-Damen über flexible Spielerinnen im Kader und so startete Linkshänderin Nici Untch als Matchmakerin auf der wichtigen Mitte-Position. Dass die Trainer damit genau die richtige Besetzung wählten, zeigte sich schnell. Denn Pullach gelang ein guter Start mit Torerfolgen in jedem Angriff. Gleichzeitig bereitete jedoch die schnelle zweite Welle der Mannschaft große Probleme in der Defensive, sodass die Waltenhoferinnen immer wieder zum Ausgleich kamen. In Überzahl gelang den Gästen dann sogar die kurzzeitige 3:5 Führung in der 7. Minute. Doch die Hausherrinnen blieben dran und sobald der Abwehrverbund sortiert stand, gab es kein Durchkommen mehr für den Gegner. Dadurch entstand ein offenes Spiel, das jederzeit in die eine oder andere Richtung kippen konnte. Allerdings nicht mehr in den ersten 30 Minuten. Durch eine klasse Doppelparade von SVP-Keeperin Sandra Jocham, blieb es zur Halbzeit bei einem mehr als passenden 16:16.
Die beiden Coaches machten der Mannschaft in ihrer Halbzeitansprache deutlich, wo der Knackpunkt bei der heutigen Partie liegt. Oberste Priorität für Hälfte zwei war dementsprechend ein schnelleres Rückzugsverhalten, um sich von der zweiten Welle nicht mehr überrollen zu lassen. „Ihr dürft nicht zulassen, dass Waltenhofen motivierter ist als ihr. Ob wir gewinnen oder verlieren ist heute reine Motivationssache!“, appellierte Hattenberger an die Spielerinnen.
Die zweite Hälfte begann turbulent und mit schnellen Torwechseln, durch die sich aber weiterhin keine der beiden Mannschaften absetzen konnte. An Wille und Motivation fehlte es den Isartalerinnen weiterhin nicht und so erkämpften sich die Gastgeberinnen durch drei Tore in Folge von Jugendspielerin Franziska Kilchert, die an diesem Abend im wahrsten Sinne des Wortes „on Fire“ war, eine knappe 23:21 Führung. Doch das große Problem blieb die Geschwindigkeit der Waltenhofer Angriffe, die Pullach einfach nicht in den Griff bekam. Dies war besonders in der Schlussviertelstunde den schwindenden Kräften und der nachlassenden Konzentration geschuldet, die in einer chaotischen Phase endete. Auch das Time-out der Coaches beim Spielstand von bereits deutlichen 26:31 zehn Minuten vor Ende, brachte nicht die erhoffte Ruhe und Sicherheit zurück in das Spiel der SVP-Damen. Auch ein letzter Versuch, sich durch schnelle Rückraumshoots nochmal heranzukämpfen, blieb ohne Erfolg und sorgte dafür, dass die Gäste aus dem Allgäu ihre 5-Tore Führung kurz vor dem Schlusspfiff noch auf einen Endstand von 29:36 erhöhen konnten.
Damit müssen die Pullacherinnen eine weitere Niederlage verkraften. Doch auch die wird es der Mannschaft gelingen abzuschütteln, um mit frischem Kopf und voller Motivation in das nächste Match gegen den TV Immenstadt nächsten Samstag, 31.1. um 14:00 Uhr zu gehen.
Es spielten: Sandra Jocham, Lena Horak (beide Tor), Antonia Koppermann (9/5), Laura Horak (5), Franziska Kilchert (5), Lena Kanis (3), Anna Opacak (2), Katrin Wagner (2), Julie Wiedmann (2), Teresa Mangold (1), Lucie Schimetat, Antonella Pommella, Nici Untch.