SVP-Damen und Eichenauer SV läuten Fastenzeit mit ereignisarmer Partie ein

SVP-Damen und Eichenauer SV läuten Fastenzeit mit ereignisarmer Partie ein
Verzicht kann etwas Positives sein, allerdings nicht, wenn es um die Geschwindigkeit in einem Handballspiel geht: Im Spiel gegen den SV Pullach schafft es der Eichenauer SV durch langsame Angriffe, dass die Gäste aus dem Isartal nicht mehr ihr gewohntes Tempo abrufen können und sich dem Spielstil anpassen. Dies wirkt sich besonders auf die sonst so starke Abwehr aus und mündet in einer 24:18-Niederlage.
Viel zu feiern hatten die Damen des SV Pullach Handball, die sich nach unglücklichen Niederlagen in den letzten Spielen mitten im Abstiegskampf wiederfinden, in der Faschingswoche nicht. Statt Verkleiden, Party und Krapfen stand für die Spielerinnen Training und Regeneration auf dem Programm. Trotz allem Ungemach gab es aber auch einen Grund zum Anstoßen: Nicht nur Spielmacherin Marie Kurschewitz meldete sich nach zwei Wochen verletzungsbedingter Pause wieder fit, auch Evi Nowotny kehrte nach knapp zwei Jahren zurück in den Kader. Diesen Samstag stand für die Isartalerinnen somit ganz im Zeichen der Zwei und daher sollten gegen den Eichenauer SV genau diese Punkte her.
Doch direkt zu Beginn der Partie zeigte sich erneut der Hauptgrund für die vielen sieglosen Spiele in dieser Saison: die Chancenauswertung. Egal ob 7-Meter oder freie Abschlüsse, der Ball wollte zunächst einfach nicht im Netz landen. Den Kopf hängen lassen? Nicht mit den Pullacherinnen. Besonnen und strukturiert spielten sie weiter schöne Torchancen heraus, die neben Laura Horak auch Linkshänderin Nici Untch von Rechtsaußen zum 4:4-Ausgleich in der 13. Minute verwandelte. Nun begann es allerdings in der Abwehr zu haken und die SVP-Defensive bekam vor allem die starken Außenspielerinnen der Hausherrinnen nicht in den Griff. Dadurch konnten sich die Eichenauerinnen immer wieder einen knappen Vorsprung aufbauen. Unter anderem durch eine clevere Einzelaktion von Marie Kurschewitz, die nach ihrer Verletzungspause nicht nur zeigte, wie wichtig sie für die Mannschaft ist, sondern sich auch gleich mit einem Tor belohnte, gelang es Pullach dranzubleiben. Die Schlussphase der ersten Hälfte eines zähen Spiels gehörte dann nochmal den Gästen: Nici Untch auf Mitte brachte Schwung in den Angriff. Und auch Katrin Wagner blieb mutig und trug mit ihren Toren dazu bei, dass die Mannschaft nicht weiter in Rückstand geriet. Zusätzlich ließ die Abwehr-Kombination aus Spielerinnen und Keeperin keine Abschlüsse mehr zu oder parierte diese. Dennoch wollte der Treffer zum Ausgleich bis zum Halbzeitpfiff einfach nicht mehr fallen, sodass sich die Mannschaften mit einem 10:9-Rückstand für Pullach in die Pause verabschiedeten.
Samantha Esterl, die an diesem Samstag den verhinderten Interimstrainer Fabian Esterl-Gross vertrat, warnte ihre Mannschaft davor, sich nicht einzuschläfern zu lassen. „Wir spielen jetzt unsere schnelle zweite Welle und überlaufen die einfach, Mädels!“, motivierte sie ihre Teamkolleginnen.
Nach dem Wiederanpfiff hatte der Pullacher Zug – anders als im berühmten Faschingshit – jedoch sehr wohl Bremsen. Dazu gesellten sich nun zunehmend individuelle Fehler, die durch schwindende Konzentration und Kräfte entstanden, wodurch die Eichenauerinnen ihre Führung mit Gegenstößen zum 15:11 in der 38. Minute ausbauen konnten. Dass der Abstand nicht höher ausfiel, war zu diesem Zeitpunkt hauptsächlich der wieder einmal glanzvoll haltenden Sandra Jocham geschuldet. Auch in den Schlussminuten sollte es hinten und vorne nicht bei den Isartalerinnen funktionieren – sechs Minuten blieben, um sechs Tore aufzuholen. Durch häufiges Unterzahlspiel in der Schlussphase klappte dies jedoch nicht und das Spiel endete mit 24:18. Somit blieben zahlreiche Zwei-Minuten-Strafen die einzigen Zweier, die die SVP-Damen mit zurück ins Isartal nahmen.
Für die Pullacherinnen geht es nun um jeden Punkt und im nächsten Spiel gegen den Tabellenzweiten TSV Gilching wird das eine herausfordernde Aufgabe. Anpfiff der Partie ist Sonntag, den 1.3., um 16:40 Uhr in der heimischen IsArena.
Es spielten: Sandra Jocham (Tor), Laura Horak (7), Nici Untch (3/1), Lucie Schimetat (2), Marie Kurschewitz (2), Katrin Wagner (2), Teresa Mangold (1), Antonella Pomella, Samantha Esterl, Evi Nowotny.