Pullach bleibt auswärts erneut ohne Punkte
Dezimierte Pullacher verlieren erneut
Am Samstagabend trat das Team aus Pullach mit lediglich einem Auswechselspieler in Dietmannsried an. Diese knappe Besetzung zwang die Mannschaft dazu, ihre gewohnte Spielphilosophie grundlegend anzupassen. Statt auf hohes Tempo und die erste sowie zweite Welle zu setzen, lag der Fokus auf einem ruhigen Spielaufbau, minimalen technischen Fehlern und konzentrierten Abschlüssen.
In den Anfangsminuten machte die Heimmannschaft deutlich, dass sie mit einer voll besetzten Bank und Verstärkung aus ihrem Oberliga-Kader entschlossen war, zwei wichtige Punkte einzufahren. Doch gegen Ende der ersten Halbzeit fand Pullach allmählich besser ins Spiel: Die Abwehr, unterstützt von den Torhütern, stand zunehmend stabiler, und im Angriff war eine disziplinierte Spielweise zu erkennen. So gelang es dem Team aus dem Münchner Süden trotz der zahlenmäßig eingeschränkten Wechseloptionen, mit einer Vier-Tore-Führung in die Halbzeitpause zu gehen.
Nach dem Seitenwechsel zeigten vor allem die beiden Oberliga-Spieler des Gegners ihre Klasse. Mit hohem Tempo überrannten sie buchstäblich die dezimierte Pullacher Mannschaft und drehten den Spielstand von 14:18 auf 29:23 zu ihren Gunsten.
Trainer Hetzel war gezwungen, einzugreifen, um ein völliges Einbrechen seiner ohnehin stark angeschlagenen Mannschaft zu verhindern. Mit der Einwechslung eines siebten Feldspielers gelang es, das gegnerische Tempo etwas zu bremsen und durch geduldigen Aufbau Überzahlsituationen zu schaffen. Dies ermöglichte Pullach fünf Minuten vor dem Ende sogar den Ausgleich. Doch dann kassierte das Team eine unglückliche Zwei-Minuten-Strafe, die der Gegner mit einem direkt verwandelten Siebenmeter bestrafte. In einem packenden Finale sicherten sich die Hausherren schließlich den Sieg.
Das Fazit: Angesichts der schwierigen personellen Voraussetzungen und der gesundheitlichen Einschränkungen des Spielmachers verdient die Mannschaft aus Pullach Anerkennung, auch wenn die erhofften Punkte am Ende ausblieben.