Mit Mini-Kader zum Mini-Erfolg

Mit Mini-Kader zum Mini-Erfolg
Nach der Verletzung von Rückraumshooterin Anne Kurschewitz mussten die Damen des SV Pullach vergangenen Samstag im Duell gegen den SC Weßling zusätzlich krankheitsbedingte Ausfälle im Stammkader verkraften. Dennoch zeigten sich die Gäste kämpferisch und konnten vor allem dank einer starken Abwehrleistung einen Punkt mit zurück ins Isartal nehmen.
Letzte Woche konnten die Damen des SV Pullach Handball zunächst aufatmen: Die Verletzung von Linkshänderin Anne Kurschewitz aus dem Spiel gegen die SG Biessenhofen-Marktoberdorf II erwies sich als weniger schwerwiegend als zunächst angenommen. Bereits am Donnerstag wurde die Spielerin operiert und ist auf dem Weg der Besserung. Auch darüber hinaus konnte Interimscoach Fabian Esterl-Gross nicht auf den vollen Kader der Isartalerinnen setzen. Nichtsdestotrotz zählte für das letzte Spiel dieses Jahres gegen den direkten Konkurrent SC Weßling nur eins: Punkte mitnehmen und einen versöhnlichen Jahresabschluss erreichen.
Die Hausherrinnen aus Oberbayern erwischten den besseren Start und setzten sich in der ersten Minute mit einer 2:0 Führung ab. Doch schnell zeigte sich, dass es eine Partie auf Augenhöhe werden würde, in der beide Mannschaften punkten möchten. In der 10. Minute gelang es den Pullacherinnen durch einen Doppeltreffer von Antonia Koppermann nicht nur auszugleichen, sondern sogar mit 6:5 in Führung zu gehen. Der Abwehrverbund des dezimierten SVP-Kaders arbeitete an diesem Tag gut zusammen, wodurch die Pullacherinnen sich einen kleinen Zwei-Tore-Vorsprung erarbeiten konnten. Durch nicht konsequent genug verwandelte Chancen im Angriff, ein wiederkehrendes Problem der SVP-Damen in dieser Saison, konnten sie ihre Führung nicht erhöhen und verabschiedeten sich mit einem knappen 11:12 in die Halbzeit.
„Heute ist zwar noch nicht Weihnachten, aber wir gehen hier sicher nicht mit leeren Händen, sondern mit den ersten Geschenken nach Hause, Mädels“, motivierte Coach Esterl-Gross sein Team. Er forderte in der Abwehr weiter zu ackern wie bisher und vorne konzentrierter bei den Abschlüssen zu sein.
In Hälfte zwei lieferten sich beide Mannschaften abermals ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen, das an Spannung nicht zu überbieten war. Sowohl die Isartalerinnen als auch der SC Weßling lag immer wieder abwechselnd vorne, was den Ausgang der Partie völlig offen ließ. Auf Pullachs Seite häuften sich jedoch die 2-Minuten-Strafen, sodass die Gäste oft in Unterzahl agieren mussten. Keine optimalen Voraussetzungen, um eine Führung auszubauen. Am Ende machte sich dann zusätzlich der schmale Kader bemerkbar. Die schwindenden Kräfte reichten nicht aus, um den Sieg, der an diesem Wochenende verdient gewesen wäre, einzufahren. Und so mussten sich beide Mannschaften mit einem Punkt und einem 25:25-Endstand zufriedengeben.
Die freien Wochen über Weihnachten heißt es für die SVP-Damen jetzt vor allem zum Durchatmen und Regenerieren zu nutzen. Denn im kommenden Jahr stehen gleich zu Beginn anstrengende Wochen bevor: Mit zwei Spielen an einem Wochenende gegen den TSV Ottobeuren und den TSV Weilheim, die auf den ersten drei Tabellenplätzen rangieren, steht den Isartalerinnen direkt eine große Herausforderung bevor. Zunächst empfangen die Isartalerinnen am Samstag, 10.1. um 17:45 Uhr den TSV Weilheim, bevor es dann am Sonntag, 11.1. um 17:30 Uhr, zum Nachholspiel gegen den TSV Ottobeuren geht.
Es spielten: Sandra Jocham, Jara Hartwig (beide Tor), Antonia Koppermann (10/4), Katrin Wagner (5), Lucie Schimetat (3), Anna Opacak (3), Lena Kanis (2), Sibylle Block (1), Teresa Mangold (1), Antonella Pommella, Jana Reuther.