Auch zum Nikolaus bringen SVP-Damen keine Punkte nach Haus

Auch zum Nikolaus bringen SVP-Damen keine Punkte nach Haus
Im ersten Spiel nach der einvernehmlichen Trennung von Trainer Niko Jovanovic konnten die Damen des SV Pullach Handball am Nikolaus vergangen Samstag ihre frisch geputzten Stiefel vor den Türen erneut nicht mit zwei Punkten füllen. In einem Kopf-an-Kopf-Rennen reichte die Zeit am Ende nicht aus, um endlich wieder einen Sieg einzufahren. Mehr als die Niederlage schmerzt allerdings die Verletzung von Top-Shooterin Anne Kurschewitz in den letzten Sekunden, die der Mannschaft in den kommenden entscheidenden Spielen im Abstiegskampf fehlen wird.
Nicht nur die frisch geputzten Stiefel standen am vergangenen Samstag pünktlich zum Nikolaus vor den Türen der SV Pullach Damen, auch ein frischer Wind wehte in dieser Trainingswoche durch die Halle. Nach mehreren sieglosen Spielen trafen Mannschaft und Trainer diese Woche die Entscheidung, die Zusammenarbeit zu beenden. Beide Parteien sahen diesen Schritt als einzige Möglichkeit, sich aus dem Abstiegskampf zu befreien. Als Interimstrainer kehrte mit Fabian Esterl-Gross für das Spiel gegen die SG Biessenhofen-Marktoberdorf II ein alter Bekannter an der Seitenlinie der SVP-Damen zurück.
Nach all den Unruhen der Vergangenheit gestaltete sich der Start der Partie vor allem im Angriff schwierig für die Gastgeberinnen. Trotz guten Offensivaktionen scheiteten die Spielerinnen wieder einmal an der Torhüterin des Gegners. Dies glichen die Isartalerinnen über eine bockstarke Defensivleistung aus und auch auf Torhüterin Sandra Jocham war an diesem Tag wieder Verlass. Dies führte zu einem ausgeglichenen Spiel, in dessen weiterem Verlauf sich keines der beiden Teams absetzen konnte. Nur eines verwandelten Siebenmeters zum Pausenpfiff konnten die Gäste der 10:11 Führung zur Halbzeit verdanken.
Interimscoach Esterl-Gross ließ bei seiner Kabinenansprache die Rute im Sack und zeigte sich zufrieden mit der Leistung der Mannschaft. Um sich endlich einen Vorsprung aufzubauen, forderte er jedoch ein schnelleres Spiel im Angriff in Hälfte zwei. „Wir haben zwar heute keine nominelle Mittespielerin, aber das ist völlig egal – wir überrennen die jetzt einfach und zimmern die Bälle rein!“, motivierte er die Pullacherinnen.
Nach Wiederanpfiff blieb es zunächst bei einem wahren Kopf-an-Kopf-Rennen. Die zahlreichen Zuschauer in der IsArena fragten sich bereits, ob der Nikolaus beiden Teams ein Ping Pong Match ins Säckchen gelegt hatte. So ging es bis zum 21:21 in der 49. Minute hin und her. Doch aus dem Nichts sorgten vier Treffer in Folge für die Führung der Gäste. Den Isartalerinnen gelang es im Gegenzug nicht mehr, diesen Rückstand in der verbleibenden Spielzeit aufzuholen und mussten sich am Ende mit 25:27 geschlagen geben. Überschattet wurde die Partie von einem Eingreifen der Marktoberdorferinnen in den letzten Sekunden des Spiels, durch das sich Rückraumschützin Anne Kurschewitz am Fuß verletzte und vom Krankenwagen abgeholt wurde. Die genaue Diagnose und Ausfallzeit ist aktuell noch nicht bekannt.
Nun geht es in den kommenden Partien um viel für die Isartalerinnen, deren Aufgabe ohne eine wichtige Spielerin nicht leichter wird. Im letzten Match in diesem Jahr heißt es, jetzt erst Recht, um sich mit einem positiven Erlebnis in die Weihnachtspause zu verabschieden. Anpfiff des Auswärtsspiels gegen den SC Weßling am Samstag, 13.12., ist um 15:00 Uhr.
Es spielten: Sandra Jocham, Jara Hartwig (beide Tor), Antonia Koppermann (9/7), Anne Kurschewitz (4), Laura Horak (4), Franziska Kilchert (3), Julie Wiedmann (3), Katrin Wagner (2), Lucie Schimetat, Antonella Pommella, Teresa Mangold, Jana Reuther, Nici Untch.