Auch ohne Tief Elli stürmen SVP-Damen zu furiosem Sieg

Auch ohne Tief Elli stürmen SVP-Damen zu furiosem Sieg
Zum ersten Spiel im neuen Jahr wartete auf die Damen des SV Pullach Handball mit dem Tabellendritten TSV Weilheim direkt eine schwere Aufgabe. Für beide Mannschaften war es das erste Spiel nach der Winterpause und es zeigte sich schnell, dass beide Teams mit einem Sieg in die Rückrunde starten wollten. In einem turbulenten Spiel bewiesen die Hausherrinnen jedoch den größeren Willen und setzten sich am Ende knapp mit 26:25 durch.
Statt dem Besuch der Heiligen drei Könige am 6. Januar stand für die Pullacher Damen am Feiertag der Besuch des ersten Trainings nach der Winterpause auf dem Programm. Denn mit zwei Spielen innerhalb von zwei Tagen wartete ein anstrengendes Wochenende auf das Team von Interimscoach Fabian Esterl-Gross. Als der erste Spieltag des Wochenendes dann gekommen war, stimmte er die Mannschaft mit motivierenden Worten auf das Spiel ein: „Heute ist alles möglich Mädels – spielt einfach Handball und habt Spaß!“.
Ob durch Rückenwind oder die Underdog-Rolle, die Pullacherinnen erwischten den besseren Start und überraschten die Abwehr des TSV Weilheim mit schnell ausgespielten Angriffen. Freie Würfe von außen oder vom Kreis brachten den Gastgeberinnen zwischenzeitlich einen Drei-Tore-Vorsprung (6:3, 9. Minute) ein. Eine Zwei-Minuten-Strafe auf Pullachs Seite sorgte für leichte Turbulenzen in der Abwehr, die Weilheim nutzte, um sich in der 20. Minute die knappe 7:8 Führung zu sichern. Was die Gäste konnten, konnten die Isartalerinnen schon lange und erkämpften sich schnell wieder die 11:9-Führung zurück. Jedoch konnte Pullach die Führung nicht bis zum Halbzeitpfiff halten und so verabschiedeten sich die Mannschaften mit einem 12:12 Unentschieden in die Pause.
Für die zweite Halbzeit galt es nun, die Zähne zusammenzubeißen und durchzuziehen, denn der Mannschaft war klar, dass an diesem Abend ein Sieg gegen den Favoriten definitiv möglich war. „Die Abwehr ist super und ihr habt sie im Griff. Im Angriff will ich jetzt wieder mehr Bewegung sehen. Unser Matchplan ist nun: Mit schnellen 1:1 Situationen sorgen wir für Wellen und dann wird das Wasser im Eimer irgendwann überschwappen“, lautete die Ansprache von Coach Esterl-Gross.
Und das Wasser schwappte direkt im ersten Angriff über. Doch aufgrund zweier vergebener Siebenmeter gelang es den Isartalerinnen nicht, sich abzusetzen. Im weiteren Verlauf zeigte sich der Tabellenunterschied nicht, denn die Führung wechselte zwischen beiden Teams hin und her. Das Kopf-an-Kopf-Rennen kostete Körner. Schwindende Konzentration und Kräfte sorgten für Fehler im Angriff der Pullacherinnen, die Weilheim zu Gegenstößen einluden. Doch diese hatten nicht mit SVP-Keeperin Sandra Jocham gerechnet. Sie erwischte einen wahren Glanztag und brachte die Gegnerinnen mit zahlreichen Paraden in Folge schier zur Verzweiflung. Diese bockstarke Leistung hielt die Hausherrinnen im Spiel. Und dass Pullach Kampfgeist hat, hatten sie schon mehr als einmal bewiesen: Trotz eines Drei-Tore-Rückstands (15:18) in der 39. Minute kämpften sich die SVP-Spielerinnen durch Willenskraft bis zur 59. Minute wieder auf ein Unentschieden zum 25:25 heran. In einem echten Pulsschlag-Finale gelang Antonia Koppermann 39 Sekunden vor Abpfiff dann der erlösende Treffer zum verdienten 26:25-Sieg.
Dieses Spiel ist der Beweis, dass der Wille Berge versetzen kann und zeigt, dass die SVP-Damen zu mehr in der Lage sind, als die oberen Tabellenplätze nur zu ärgern. Auch wenn die Aufgabe gegen den Tabellenführer TSV Ottobeuren am nächsten Tag nach diesem kräftezerrenden Spiel schwierig werden würde.
Es spielten: Sandra Jocham (Tor), Antonia Koppermann (7/3), Anna Opacak (5/3), Marie Kurschewitz (5), Katrin Wagner (3), Laura Horak (2), Teresa Mangold (2), Lena Kanis (1), Sibylle Block (1), Samara Dickmann, Antonella Pommella, Nici Untch, Julie Wiedemann.