Abschied, Abstieg und A-Jugendunterstützung im Saisonfinale der SVP-Damen

Abschied, Abstieg und A-Jugendunterstützung im Saisonfinale der SVP-Damen
Eine Saison voller Aufs und Abs liegt hinter den Damen des SV Pullach Handball, die am Samstag in der heimischen IsArena gegen den SC Weßling einen versöhnlichen Abschluss erreichen wollten. Gegen einen Gegner, für den ein Sieg den Klassenerhalt bedeutete, verhinderten Chaos und Hektik in der zweiten Hälfte den erhofften Heimsieg. Mit einem 26:31-Endergebnis schließen die Pullacherinnen die Saison.
Die erste Bezirksoberligasaison nach dem grandiosen Aufstieg der Damen des SV Pullach im letzten Jahr verlief anders als geplant. Die Trennung vom Trainer während der laufenden Spielzeit sowie zahlreiche Verletzungen sorgten für große Hürden, die durch Teamgeist, Ehrgeiz und Willenskraft allein nicht zu überwinden waren. Dennoch ließen sich die Isartalerinnen auch für das letzte Spiel gegen den SC Weßling ihren Siegeswillen nicht nehmen. Außerdem konnten sie an diesem letzten Heimspieltag erneut auf die rege Beteiligung der Jugend bauen.
Mit dieser zusätzlichen Motivation im Rücken arbeitete der heimische Abwehrverbund von der ersten Sekunde an gut zusammen und erzwang direkt ein Zeitspiel des Weßlinger Angriffs. Doch schnell zeigte sich auch, dass die Gegnerinnen um alles oder nichts spielten, was zu einem offenen Schlagabtausch führte. Vor allem durch die taktische Raffinesse und Übersicht von Neu-Spielmacherin Nici Untch auf der Mitteposition gelang es den SVP-Damen, dranzubleiben und sich zwischenzeitlich mit zwei Toren (8:6, 14. Minute) abzusetzen. Durch einige Auswechslungen geriet dann die Defensive etwas ins Wanken und die Führung wechselte (10:12, 23. Minute). Diesen Rückstand konnten die Hausherrinnen bis zur Halbzeit nicht mehr aufholen, sodass sich die Mannschaften mit 14:16 in die Kabine – beziehungsweise der SVP aufgrund des weiterhin rollenden Coaches Fabian Esterl-Gross in den Geräteraum – verabschiedeten.
Spielertrainerin Samantha Esterl lobte ihre Teamkolleginnen und appellierte gleichzeitig, weniger zu wuseln und sich mehr zu trauen. Emotionale Worte fand dann Esterl-Gross: „Das sind die letzten 30 Minuten mit Sandra und Franzi in unserer Mannschaft. Deshalb gehen wir jetzt da raus und spielen den geilsten Handball, den wir jemals gespielt haben!“
Schien es zu Beginn der zweiten Hälfte so, dass die Pullacherinnen an die starke Leistung anknüpfen konnten, machten sich im weiteren Verlauf der Partie vor allem die körperliche Überlegenheit und der drohende Abstieg im Nacken der Weßlingerinnen bemerkbar. Die Folge: Das Spiel wurde hitziger und einige umstrittene Schiedsrichterentscheidungen sorgten für zusätzlichen Trubel. Die Gäste wussten dies für sich zu nutzen und bauten einen komfortablen Vorsprung auf. In den letzten 15 Minuten hieß es daher für die Pullacherinnen Herz und Charakter zu zeigen und die Saison fair zu beenden. Um Torhüterin Sandra Jocham nach sieben Jahren bei den SVP-Damen einen gebührenden Abschied zu ermöglichen, hielt die Schlussphase der Partie noch einen besonderen Moment bereit: Einen späten Siebenmeter ließ sich Jocham nicht nehmen und verwandelte selbst sicher zum in diesem Moment nebensächlichen 26:31-Endstand.
Die Mannschaft bedankt sich bei Sandra und Franzi für viele gemeinsame Jahre, unzählige Einsatzminuten und das, was sie der Mannschaft sportlich wie menschlich gegeben haben!
Nach all den Rückschlägen und Widerständen haben sich die Pullacherinnen die nun bevorstehende Pause mehr als verdient. Aber egal was kommen mag, auch in der Bezirksliga wird es der Mannschaft an Zusammenhalt, Teamgeist und Mentalität nicht mangeln!
Es spielten: Sandra Jocham (Tor, 1/1), Katrin Wagner (5), Antonia Koppermann (5), Anna Opacak (3), Franzi Kilchert (3), Lucie Schimetat (2), Teresa Mangold (2), Julie Wiedemann (2), Samantha Esterl (1/1), Lena Kanis (1), Nici Untch (1), Lea Trautmann, Lilith Heins.