SVP-Damen feiern gefühlten Sieg gegen Tabellenführer TSV Ottobeuren

SVP-Damen feiern gefühlten Sieg gegen Tabellenführer TSV Ottobeuren
Die Ausfallliste der Damen des SV Pullach Handball wird leider nicht kürzer und so mussten sich die Gastgeberinnen auch diesen Samstag gegen den Spitzenreiter TSV Ottobeuren mit einem kleinen Kader abfinden. Dennoch zeigte der Underdog, dass Willenskraft und Teamgeist Berge versetzen können. Trotz einer deutlichen 28:38 Niederlage, können die Isartalerinnen sich als Gewinner sehen.
Immerhin einer kehrte an diesem Samstagabend für das Spitzenspiel der Damen des SV Pullach Handball gegen den überlegenen TSV Ottobeuren an die Seitenlinie zurück: Interimscoach Fabian Esterl-Gross. Ansonsten kämpfen die Isartalerinnen weiterhin mit zahlreichen verletzten, angeschlagenen und erkrankten Spielerinnen. Dass gegen den Favoriten aus dem Allgäu Punkte mitzunehmen sind, erwartete daher niemand. „Heute geht es um Willenskraft und Spaß, Mädels“, motivierte der Trainer die Mannschaft vor dem Anpfiff.
Wie zu erwarten starteten die Gäste gleich mit einer 2:0-Führung in die Partie. Eine kurz darauffolgende Überzahl konnten die Pullacherinnen nicht zum Verkürzen des 1:3-Spielstands in der 3. Minute nutzen. Erneut zeigten sich die gleichen Stärken und Schwächen der vergangenen Wochen. Während der Abwehrverbund souverän agierte und die Gegnerinnen zu Würfen aus der zweiten Reihe zwang, blieben die Torwürfe zu häufig erfolgslos. Trotz des immer größer werdenden Vorsprungs ließen die Isartalerinnen keine Frustration aufkommen und spielten nun im Angriff mit Köpfchen: Interims-Spielführerin Nici Untch leitete von der Mitte schöne Auslösehandlungen ein, die zu freien Chancen und Toren führten. Durch klassisches Druckspiel und konsequentes Abräumen gelang es unter anderem, die gelernte Kreisläuferin Antonella Pommella freizuspielen, die sich mit zwei schönen Treffern von der Außenposition belohnte. Verlass war ebenfalls wieder auf SVP-Torhüterin Sandra Jocham, die Würfe, die trotz der starken Defensive aufs Tor kamen, sicher parierte. So konnten die Hausherrinnen die gegnerische 9-Tore-Führung bis zur Pause auf sieben Tore zum 13:20 reduzieren.
Nicht verwunderlich war bei dieser starken Leistung dann die gute Stimmung in der Kabine der Pullacherinnen, die Coach Gross nicht entging. „Ich sehe, dass ihr Spaß habt und das ist die Hauptsache. Die zweiten 30 Minuten werden jetzt hart und reine Kopfsache. Aber auch die Bank ist präsent, das ist cool – lasst uns einfach diese Stimmung bis zum Ende durchziehen“, so der Trainer.
Was wäre ein SVP-Spiel ohne eine herausragende Doppelparade von Keeperin Jocham, die wohl nicht besser in die zweite Hälfte hätte starten können. Die Pause schien der Mannschaft generell gut getan zu haben und zeigte eine der besten Abwehrleistungen dieser Saison. Dies führte zwischenzeitlich sogar zur Pullacher Führung, betrachtet man die zweite Halbzeit isoliert: So stand es durch zwei Treffer in Folge durch Katrin Wagner 8:5 in der 41. Minute. Im weiteren Verlauf wurde dann jedoch sowohl der Klassenunterschied als auch der kleine SVP-Kader deutlich. Und dennoch bewiesen die Gastgeberinnen an diesem Samstag, zu was sie in der Lage sind und dass sie in die BOL gehören. Und so fühlte sich die 28:38-Niederlage für die Isartalerinnen wie ein kleiner Sieg an. Erwähnenswert ist auch der zweite Einsatz von Nachwuchstorhüterin Lena Horak, die weitere Damenminuten sammelte und durch einige schöne Paraden beweisen konnte, dass der Coach ihr zu Recht das Vertrauen schenkte.
Mit dieser positiven Stimmung steht für die Damen des SVP nun ein spielfreies Wochenende an, bevor es dann am Samstag, den 21.2. um 17:30 Uhr auswärts gegen den Eichenauer SV erneut auf die Platte geht.
Es spielten: Sandra Jocham, Lena Horak (beide Tor), Antonia Koppermann (8/1), Katrin Wagner (8), Anna Opacak (6), Teresa Mangold (3), Antonella Pommella (2), Julie Wiedemann (1), Samantha Esterl, Nici Untch.